Arbeitsschutz 
in Nordrhein-Westfalen

Anzeige von Arbeiten in Druckluft nach § 3 DruckLV

Mann unterzeichnet etwas

Anzeige von Arbeiten in Druckluft nach § 3 DruckLV

Arbeiten in Druckluft nach Druckluftverordnung.

Gesetzliche Grundlage

Gemäß § 3 Druckluftverordnung (DruckLV) gilt:

(1) Will ein Arbeitgeber Arbeiten in Druckluft ausführen, so hat er dies spätestens zwei Wochen vorher der zuständigen Behörde anzuzeigen.

Bei welcher Behörde ist die Anzeige zu stellen?

Zuständig ist das: 

Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen (LfGA NRW)
Gesundheitscampus 10
44801 Bochum

Bitte senden Sie Ihren Antrag an:

Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen
40208 Düsseldorf

Fragen können Sie gerne per E-Mail an druckluftverordnung [at] lfga.nrw.de (druckluftverordnung[at]lfga[dot]nrw[dot]de) richten.

Jeder Arbeitgeber, der Arbeiten in Druckluft ausführen will, muss dies spätestens zwei Wochen vorher der zuständigen Behörde anzeigen.

Checkliste zur Anzeige von Arbeiten in Druckluft nach § 3 Druckluftverordnung

Folgende Informationen und Unterlagen müssen bei einer Anzeige von Arbeiten in Druckluft nach § 3 DruckLV angeben bzw. dazu eingereicht werden:

  1. Firmenname, Firmenadresse bzw. Anschrift des Arbeitgebers/ bzw. der Arbeitgeber; Adresse der Baustelle
  2. Voraussichtliche Dauer der Arbeiten in Druckluft
  3. Anzahl der Beschäftigten, die voraussichtlich in Druckluft arbeiten
  4. Zu erwartender max. Arbeitsdruck
  5. Name Fachkundiger (und Vertretung), der die Arbeiten in Druckluft leitet, s. § 18 Abs. 1 DruckLV,
  6. Befähigungsscheine der Fachkundigen (Baustellenleitung) und der Vertretung (s. § 3 DruckLV)
  7. Nachweise der Drucklufttauglichkeit der Fachkundigen 
     
  8. Name und die Anschrift der bzw. des nach § 12 Abs.1 schriftlich verpflichteten Ärztin bzw.  Arztes
  9. Nachweis behördliche Ermächtigung
  10. Nachweis schriftliche Verpflichtung durch den Arbeitgeber
  11. Nachweis Drucklufttauglichkeit der o.g. Ärztin/ Arzt
     
  12. Namen der bestellten zwei Betriebshelfer
  13. Nachweis der Qualifikation der Betriebshelfer
     
  14. Lageplan der Arbeitsstelle (mit Adresse)
  15. Beschreibung der Arbeitsweise geplanter Arbeiten in Druckluft
  16. Zu erwartenden Bodenverhältnisse
     
  17. Merkblatt zur Belehrung über die Unfall- und Gesundheitsgefahren sowie die Einrichtungen und Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefahren nach § 20 (2) DruckLV (Unterweisungsvorlage), verständlich in der Sprache der Beschäftigten

Angaben über die Einrichtungen nach § 17 (1).:

  1. Krankendruckluftkammer (ab Arbeitsdruck von 0,7 bar vorgeschrieben, Auslegung bis max. 5,5 bar)
  2. Raum für ärztliche Untersuchungen und Behandlungen
  3. Erholungsraum (*)
  4. Umkleideraum (*)
  5. Trockenraum
  6. Sanitäre Einrichtungen (insbes. Waschräume und Aborte)
  7. Rettungseinrichtungen (zur Bergung Verletzter und Kranker)
     
  8. Beschreibung und Übersichtszeichnungen der Arbeitskammer, der Schleusen und Verdichteranlagen

(*): (bei geringer Anzahl Beschäftigter kann die zuständige Behörde eine gemeinsame Nutzung der Räume zulassen)

Für die Anzeige von Arbeiten in Druckluft nutzen Sie bitte die Checkliste.

Wichtiger Hinweis
Sind nach der Anzeige der Arbeiten in Druckluft Veränderungen eingetreten oder vorgesehen, ist dies der zuständigen Behörde unverzüglich schriftlich oder elektronisch anzuzeigen.
  • Für Arbeitnehmer über 50 Jahre gilt ein Beschäftigungsverbot in Druckluft (§ 9 DruckLV).
  • Auf Antrag (formlos) des Arbeitgebers kann die zuständige Behörde Ausnahmen vom Beschäftigungsverbot erteilen (§ 6 DruckLV).

Eine jährliche Untersuchung durch eine ermächtigte Ärztin bzw. einen ermächtigten Arzt ist für alle Beschäftigten nach § 10 DruckLV vorgeschrieben.

Bitte beachten Sie insbesondere die Vorgaben aus §§ 12 und 19 DruckLV.

Eine Auflistung der nach § 13 DruckLV ermächtigten Ärztinnen und Ärzte finden Sie unter:

Für die Anzeige fallen keine Gebühren an.

Bitte beachten Sie nachstehende Informationen zum Thema Datenschutz

Für die Zusendung Ihrer Daten gilt die Datenschutzbestimmung des Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen (LfGA NRW).